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Was wir planen!

Der Bedarf von Menschen mit Behinderung in Rumänien, die aus den alten verwahrenden und oft autoritär geführten staatlichen Heimen herauswollen und ein selbstständiges Leben in der Gesellschaft führen wollen, ist sehr groß. Deshalb setzen unsere Zukunftsplanungen auch hier an.

Neues Auszugsprojekt

Wir brauchen bedeutend mehr Plätze für die Menschen, die das Wohnen im Wohnhaus, im Betreuten Wohnen oder einem der Wohnmodule in Cadea durchlaufen haben und ausziehen wollen und können. Mit Hilfe von Fördergeldern der Aktion Mensch wollen wir unser Auszugsprojekt stark ausbauen. Geplant ist, weitere 20 junge Menschen mit Behinderung in die vollständige Selbstständigkeit zu bringen. Die Quartiersarbeit (Wohnungen suchen, Kontakte herstellen, Arbeitsplätze im Quartier ausfindig machen oder aufbauen) soll systematisch dafür ausgebaut werden. Für die freiwerdenden Plätze in den Wohnhäusern, im Betreuten Wohnen und in Cadea gibt es schon viele Anwärter*innen aus den staatlichen Großinstitutionen.

Eigener Strom und Cateringdienst für Cadea

Eine zweite wichtige Erfahrung von uns ist, dass der rumänische Staat die freien Träger immer wieder aufs Neue schlechter stellt und eine ausreichende Refinanzierung für die von ihnen geleisteten sozialen Dienste immer wieder in Frage steht. Wir müssen uns deshalb Schritt für Schritt finanziell unabhängiger machen, auch wenn das natürlich nur in Teilen gelingen kann. Vor diesem Hintergrund wollen wir im Heim Cadea mit Hilfe großzügiger Unterstützung eines niederländischen Mäzens eine Photovoltaik-Anlage bauen, die die Stromversorgung des Zentrums und der Werkstätten sicherstellt. Des Weiteren wollen wir die Küche ausbauen, damit wir einen größeren Cateringdienst für die Region betreiben können. Das schafft Arbeitsplätze für Menschen mit Behinderung und sichert durch die erwirtschafteten Erträge eine größere wirtschaftlich Unabhängigkeit von den schwankenden staatlichen Erstattungen.