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Was wir aktuell machen.
Wohnangebote

Die Asociatia romano germana Alsterdorf betreibt in der Hauptstadt des Distrikts Bihor, Oradea, zwei Wohnhäuser und in dem nördlich davon gelegenen Städtchen Sacueni ein Wohnhaus mit jeweils 10 Plätzen für Menschen mit Behinderung. Das Ziel ist, die Menschen heraus aus den Heimen zu führen und mit ihnen, erste Schritte zu einem selbstständigerem Leben außerhalb der Großinstitution zu machen.

Im Anschluss daran stehen in fünf Apartments (Etagenwohnungen) 23 Plätze des Betreuten Wohnens zur Verfügung und für die daran anschließende Phase das Hilfeprogramm „Auszugsprojekt“ mit bisher insgesamt 24 Betroffenen, die den Weg nach draußen geschafft haben und von uns noch ambulante Hilfen im Bedarfsfall bekommen.

Casa Max in Oradea

Hier leben 10 Bewohner*innen mit Behinderung, darunter vier Menschen mit zusätzlicher Sehbehinderung. Es gibt  sechs Mitarbeitende für Wohnassistenz, darunter eine blindenpädagogisch qualifizierte Mitarbeiterin.

Das Haus wurde 2001 aus Spendenmitteln von Maria und Franz Max erworben und befindet sich im Besitz der Asociatia romano germana Alsterdorf.

Casa Frankfurt in Oradea

Das Haus hat 10 Bewohner*innen mit Behinderung und sechs Mitarbeitende für Wohn- und Arbeitsassistenten.  

Das Haus wurde 2003 aus Spendenmitteln der Evangelischen Dankesgemeinde Frankfurt erworben und später mit Mitteln der schwedischen Stiftung „Syster Annas hjälpverksamhet för rumänska barnhemsbarn“ ausgebaut. Es wurde als Zeichen der guten Zusammenarbeit der Sozialbehörde Bihor überschrieben und befindet sich deshalb in staatlichem Besitz.

Casa Sacueni in Sacueni

Das Haus hat 10 Bewohner*innen mit Behinderung und fünf Mitarbeitende für Wohn- und Arbeitsassistenten.

Das Haus wurde 2005 mit Mitteln der schwedischen Stiftung „Syster Annas hjälpverksamhet för rumänska barnhemsbarn“ und weiteren Spendenmitteln aus Deutschland erworben und befindet sich im Besitz der Asociatia romano germana Alsterdorf.

Casa Hamburg

War lange Zeit ein Wohnhaus für Kinder. Zurzeit unbewohnt, wird als Wohnanlage für ältere selbstständige Menschen mit Behinderung ohne Einkommen überplant.

Das Haus wurde 2001 mit dem Siegerpreisgeld  des „Osteuropa Preises der Robert-Bosch-Stiftung“ erworben und befindet sich im Besitz der Asociatia romano germana Alsterdorf.

Wohnungen des „Betreuten Wohnens“

Apartments 1, 2, 3 in Oradea: 13 Bewohner*innen mit Behinderung, drei Mitarbeitende
für psychosoziale Betreuung und Arbeitsassistenz

Apartments 4 und 5: 10 Bewohner*innen mit Behinderung, drei Mitarbeitende für psychosoziale Betreuung und Arbeitsassistenz

Die Apartments wurden in den Jahren 2002-2009 mit Spendengeldern erworben und mit Mitteln der Robert-Bosch-Stiftung renoviert. Sie befinden sich im Besitz der Asociatia romano germana Alsterdorf.  

Auszugsprojekt

An das Betreute Wohnen schließt das Hilfeprogramm „Auszugsprojekt“ an, mit bisher insgesamt 24 Betroffenen, die den Weg nach draußen geschafft haben und von uns noch stundenweise ambulante Unterstützung und Beratung im Bedarfsfall bekommen.

Bildungs- und Beschäftigungsangebote

Die Asociatia romano germana Alsterdorf hat verschiedene Bildungs- und Beschäftigungs- angebote für die Bewohner*innen der eigenen Wohnprojekte, aber auch für Menschen mit psychischen Erkrankungen oder Behinderung, die in ihren Familien leben oder in anderen Einrichtungen. Des Weiteren wurde ein offener Stadtteiltreff als Begegnungszentrum für Menschen mit und ohne Behinderung im Quartier Iosia in Oradea aufgebaut, in dem Kultur- und Bildungsangeboten stattfinden.

Tageförderung

Die Angebote der Tagesförderung werden für die Bewohner*innen der Wohnprojekte durchgeführt, die keine Arbeitsstelle haben. Sie werden in verschiedenen Räumlichkeiten
in der Stadt, durchgeführt. Angeboten werden eine Kerzenwerkstatt, eine Seifenwerkstatt, eine Kreativwerkstatt, bisweilen Montage- und Verpackungstätigkeiten. Die Produkte werden mit den Bewohner*innen zusammen auf den Wochenmärkten verkauft.

Tageszentrum Strada Averescu/Oradea

Für Menschen mit psychischer Erkrankung oder Behinderung, die noch zu Hause bei ihren Eltern oder in einer eigenen Wohnung leben, aber ansonsten ins Heim oder die Psychiatrie müssten, betreiben wir in Oradea ein Tageszentrum mit Angeboten der Förderung und der Hinführung zur Arbeitswelt, sowie regelmäßiger Versorgung mit einer Mahlzeit pro Tag.

Treffpunkt Iosia/Oradea

Im Jahr 2018 haben wir das Projekt „Treffpunkt“ in dem städtischen Quartier Iosia in Oradea aufgebaut. Hier können bedürftige Bürgerinnen und Bürger verschiedensten Kultur- und Bildungsangeboten nachgehen. Die Serviceleistungen werden von Menschen mit Behinderung erbracht, die sich damit gleichzeitig für weitere einfache Tätigkeiten, insbesondere im Gaststättenbereich auf dem ersten Arbeitsmarkt qualifizieren.

Das Heim Cadea

Das Heim Cadea (im Dorf Cadea, nördlich der Bezirkshauptstadt Oradea) haben wir 2014 übernommen. 50 junge Menschen mit Behinderung hatten hier bis dahin unter unsäglichen Bedingungen gelebt: Massenschlafsäle, marode Heizungen, mangelnde Sanitär-
einrichtungen. Dazu keine Arbeit und Beschäftigung, keine Perspektive. Die zuständigen Behörden hatten mit Recht gesagt: „Das ist eines unserer schlimmsten Heime. Könnt Ihr das übernehmen?“

Was ist seither geschehen?

In Cadea schlug uns zu Anfang viel Skepsis und Misstrauen entgegen. Doch unsere Mitarbeiter vor Ort packten alle Beteiligten bei ihren eigenen Vorstellungen: Wollt ihr
so weiterleben wie bisher oder wollte ihr anders arbeiten und leben? Viele konnten sich einfach nicht vorstellen, dass es ein besseres Leben für sie geben könnte. Die ersten
Schritte – neue Heizungen und Sonnenkollektoren auf dem Dach, warmes Wasser für
alle und Schaffung erster Gruppenwohnungen – überzeugten dann aber Heimmitarbeiter wie Bewohner.

Heute leben die  50 Bewohner und Bewohnerinnen in kleineren, individuellen Wohn- einheiten. Beschäftigungs- und Arbeitsangebote gibt es in mehreren Werkstätten, die wir außerhalb des Heimgeländes im Dorf Cadea angesiedelt haben: Holzwerkstatt, Besen- binderei und Kreativwerkstatt. Zusammen mit einer großen Landwirtschaft mit Viehzucht und Treibhäusern bieten diese Arbeitsplätze für die Bewohner und Bewohnerinnen des Heims.

Das Schloss auf dem Heimgelände befindet sich im Besitz des ungarischen Grafen Pongracz, die übrigen Gebäude sind im Besitz der Sozialbehörde Bihor. Das Werkstatthaus wurde von der Asociatia romano germana Alstrdorf 2016 erworben und befindet sich in ihrem Besitz.