Fortbildungen I. Halbjahr 2012

 

Mi: 11.01.2012, 09:00 bis 16:30 Uhr Grundlagenseminar
Mi: 08.02.2012, 09:00 bis 16:30 Uhr Vertiefungsseminar

 „Ist das überhaupt eine Psychose?“
Schizophrene Psychosen –
Symptomatik, Ursachen, Behandlungsmöglichkeiten

Referentin: Frau Dipl. Psych. Kerstin Hahlweg
Kosten: jeweils 90,- €

Der Beginn einer Psychose verläuft gewöhnlich schleichend. Seltsame Dinge passieren und seltsame Gedanken gehen den Betroffenen durch den Kopf. Am Anfang denken sie, dass sie sich das alles nur einbilden. Sie versuchen sich normal zu verhalten. Aber nach und nach macht es ihnen immer mehr Angst und sie werden immer verwirrter. Irgendetwas stimmt nicht, aber die Betroffenen wissen nicht, was das ist…
Eine Psychose aus dem schizophrenen Formenkreis  ist eine schwere seelische Erkrankung, die meist nicht aus eigener Kraft bewältigt werden kann. Das Denken, Fühlen, Wollen und Handeln des Menschen ist betroffen. Im Grundlagenseminar werden sog. Plus- und Minus-Symptome im Rahmen einer schizophrenen Erkrankung sowie Behandlungsmöglichkeiten erklärt. Ferner werden Ursachen wie das Vulnerabilitäts-Stress-Bewältigungsmodell, die sog. Dopaminhypothese und psychodynamische Erklärungsansätze vermittelt.

Im Vertiefungsseminar 2 soll der Fokus auf dem Umgang mit Betroffenen liegen. Fallbeispiele aus der praktischen Arbeit von Teilnehmer(inn)en sind ausdrücklich erwünscht. Überlegungen für den Arbeitsalltag sollen abgeleitet und diskutiert werden. Die Fortbildung richtet sich an alles Berufsgruppen sozialer Einrichtungen, welche mit dieser Klientel bereits Erfahrung haben oder machen wollen. Die Teilnahme an Seminar 1 ist als Voraussetzung für das Vertiefungsseminar erwünscht, bei guten Vorkenntnissen aber nicht unbedingt erforderlich.

 

Mi:  01.02.2012, 09:00 bis 16:30 Uhr

Depression und geistige Behinderung

Referentin: Frau Dipl. Psych. Vivian Keim
Kosten: 90,- €

Das Auftreten von psychischen Störungen ist bei Menschen mit geistiger Behinderung keineswegs „naturgegeben“, sie treten aber wesentlich häufiger auf als bei Nichtbehinderten. Im Alltag bringen sie oft besondere Schwierigkeiten mit sich und lösen immer wieder auch Ärger, Hilflosigkeit, Erschrecken und manchmal auch Reaktionen aus, die ihrerseits das als problematisch erlebte Verhalten verstärken. In dieser Fortbildung soll zum einen ein Grundwissen zur Depression in ihren unterschiedlichen Ausprägungen erarbeitet und vertieft werden. Dabei liegt der Fokus auch auf den Besonderheiten, die sich für Menschen mit Intelligenzminderung ergeben, was bedeutet, die Personen auf ihrem jeweiligen Entwicklungsstand zu erkennen und zu verstehen. Zum Verstehen der Depression werden unterschiedliche Erklärungsansätze vermittelt, und auf die Situation von Menschen mit geistiger Behinderung bezogen. Vorrangiges Ziel ist die Unterstützung der Handlungsfähigkeit im Umgang den betroffenen Menschen. Ein wichtiger Bestandteil der Fortbildung ist daher die Reflektion des eigenen Handelns und gegenseitigen Erlebens und der gemeinsamen Beziehungsgestaltung.

 

Mo:  06.02.2012, 09:00 bis 17:00 Uhr und
Di:    07.02.2012, 09:00 bis 17:00 Uhr

Schwierige Gespräche erfolgreich führen

Referent: Herr Dipl. Psych., Dipl. Soz. Päd. Jens Wittpennig
Kosten: 180,- €

Jeder kennt die Situation: ein schwieriges Gespräch steht bevor und allein der Gedanke daran sorgt für Magenschmerzen, Herzrasen und / oder feuchte Hände. Eltern-, Angehörigen-, Beratungs- und Kritikgespräche, Leistungsbeurteilungen und erst recht Aussprachen über Konflikte bedingen eine sorgfältige Vorbereitung. Darüber hinaus erfordern sie Feingefühl für die Situation und Wachsamkeit für Zwischentöne. In dieser Fortbildung geht es darum, wie Mitarbeiter, Teamleiter und Führungskräfte schwierige Gespräche mit einem, zwei oder mehreren Gesprächspartnern konstruktiv gestalten können. Hierzu werden grundlegende Modelle der menschlichen Kommunikation, Moderation und Gesprächsführung in unterschiedlichen Gesprächssituationen vermittelt und anhand eigener Fallbeispiele aus der Praxis der Teilnehmer geübt und reflektiert. Die Fortbildung richtet sich grundsätzlich an alle Beschäftigten der Evangelischen Stiftung Alsterdorf, sowie anderen Einrichtungen der Behindertenhilfe u.ä.

 

Mo: 27.02.2012, 09:00 bis 17:00 Uhr und   
Di:   28.02.2012, 09:00 bis 17:00 Uhr

Aggression steuern – gegen Gewalt handeln

Referent: Herr Dipl. Päd. Carlos Escalera
Kosten: 180,- €

Ziele: Reflektion und Training zur Optimierung des Umgangs mit der eigenen und mit der fremden Angst, Wut und Aggression. Erhöhung der Sicherheit, Förderung der Gesundheit und Verbesserung des Dialogs zwischen Klienten und Professionellen. Austausch, Fortbildung und Training: Die Fortbildung wird als Austauschforum für betroffene und interessierte MitarbeiterInnen organisiert, moderiert und geleitet. Die Kollegen aus den unterschiedlichen Disziplinen werden die Zeit und den Raum bekommen, um über Wirkungen und Interventionen der bzw. bei Gewalt zu sprechen. Die Austauschprozesse der zwischen menschlichen Aggressivität werden reflektiert und somit kognitiv bearbeitet. Sie werden aber auch inszeniert und  trainiert, so dass man die emotionale und körperliche Dimension wahrgenommen, respektiert und gesteuert werden kann.

 

Mi: 29.02.2012, 09:00 bis 16:30 Uhr

Psychische Störungen bei Menschen mit geistiger Behinderung

Referentin: Frau Dipl. Psych. Bettina Saathoff
Kosten: 90,- €

Menschen mit geistiger Behinderung haben ein erhöhtes Risiko psychische Störungen zu entwickeln. Dieses Seminar bietet eine Einführung in die Thematik. Es geht darum, psychische Störungen zu erkennen und zu verstehen. Voraussetzung dafür ist eine adäquate Einschätzung des jeweiligen kognitiven und sozial-emotionalen Entwicklungsstandes des geistig behinderten Menschen. Ziel ist es, besser unterscheiden zu können, was eine psychische Störung ist, und welches Verhalten Ausdruck der jeweiligen Entwicklungsstufe ist. Des Weiteren soll es darum gehen, belastende Erfahrungen in Vergangenheit und Gegenwart zu erkennen und im Zusammenhang mit aktuellen psychischen Problemen zu sehen. Zusätzlich zur Informationsvermittlung soll das Erlernte anhand von Fallgeschichten vertieft werden.

 

Mi: 07.03.2012, 09:00 bis 16:30 Uhr

Borderline – Persönlichkeitsstörung: „Ich hasse Dich – Verlass mich nicht“

Referentin: Frau Dipl. Psych. Kerstin Hahlweg
Kosten: 90,- €

Diese Aussage wirft einen Blick auf die spezifischen Schwierigkeiten von Menschen mit BPS bei der Regulation von Emotionen und Beziehungen. In dem Seminar werden das klinische Bild  incl. der unterschiedlichen Symptome und die Besonderheiten im Umgang mit diesem Klientel beleuchtet.

 

Di: 13.03.2012, 09:00 bis 16:30 Uhr

„Autismus braucht eine Antwort“ –  Verstehen von und Umgang mit autistischen Menschen

Referentin: Frau Ute Roegener, Lehrerin
Kosten: 80,- €

Menschen mit Autismus haben besondere Schwierigkeiten, mit ihrer Umgebung in Kontakt zu treten. Manchmal wirkt es so, als habe sich der autistisch erlebende Mensch ganz von uns zurückgezogen. Das macht es schwer, ihn professionell in der Assistenz zu begleiten. In dieser Fortbildung soll es darum gehen, ein besseres Verständnis für die spezifischen Belange und Bedürfnisse von Menschen mit Autismus zu entwickeln und passende Begleitungsmöglichkeiten zu finden. Was ist Autismus überhaupt? Welche Antwort(en) gibt es?

 

Mi: 14.03.2012, 09:00 bis 17:00 Uhr

Demenz und Selbstbestimmung bei Menschen mit geistiger Behinderung

Referent: Herr Dipl. Psych. Dr. Michael Wunder
Kosten: 95,- €

Demenz wird weithin mit Leid gleichgesetzt, mit  Bedrohung und Ende der Selbstbestimmung. Was ist Demenz? Wie entwickelt sich Demenz? Wie zeigt sich Demenz insbesondere bei Menschen mit geistiger Behinderung? Bedeutet Demenz wirklich das Ende der Selbstbestimmung? Neuere Erkenntnisse in der Forschung und Praxis zeigen, dass selbst fortgeschritten an Demenz erkrankte Menschen noch über eine Teilautonomie verfügen und bei entsprechender Kommunikations- und Umgebungsgestaltung noch in vieler Hinsicht Teile ihres Lebens gestalten und Verantwortung übernehmen können. Was bedeuten diese neuen Erkenntnisse und das sich langsam entwickelnde neues Verständnis von Demenz für den Umgang mit Menschen mit geistiger Behinderung, die an Demenz erkrankt sind? Neben den theoretischen und diagnostischen Grundlagen, sollen die Fragen der Praxis breiten Raum haben.

 

Mo:  19.03.2012, 09:30 bis 17:15 Uhr und
D
i:    20.12.2012, 09:30 bis 16:30 Uhr                               

Begleitung von alten und älter werdenden Menschen mit geistiger Behinderung

Referentin: Frau Dipl. Päd. Monika Gerstner
Kosten: 160,- €

Mit dem stetig wachsenden Anteil alter Menschen mit geistiger Behinderung kommen neue und veränderte Aufgaben auf die Behindertenhilfe zu. Was heißt es zu altern? Welche Veränderungsprozesse gehen damit einher und wie weiten sich diese auf Menschern mit geistiger Behinderung aus? Es stellen sich Fragen nach den sich verändernden Bedürfnissen und Wünschen, nach angemessenen Lebensbedingungen, nach einer sinnvollen Altenarbeit und Lebensbegleitung. Das Seminar sensibilisiert für diese Thematik und regt an zum Austausch von Erfahrungen. Es bietet Raum für die Auseinandersetzung mit der eigenen Haltung und Einstellung und möchte zur Entwicklung einer konstruktiven, gesunden und professionellen Beziehungsarbeit beitragen.

 

Mi: 04.04.2012, 09:00 bis 16:30

Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen als Opfer von Aggression und Gewalt

Referentin: Frau Dipl. Psych. Bettina Saathoff
Kosten: 90,- €

Bei uns kann so etwas nicht passieren! Das muß man aushalten können! Selsbt schuld! Wirklich…?
In dieser Veranstaltung soll das Hauptaugenmerk darauf gelegt werden, was passiert, wenn MitarbeiterInnen während ihrer Arbeit durch Aggression und Gewalt zu Schaden kommen. Gewalterfahrungen rufen massive Gefühle von Angst und Ohnmacht hervor, sowohl bei den direkten Opfern, als auch bei den anderen Anwesenden. Es geht darum zu erkennen und auch anzuerkennen, welche persönlichen Folgen solche Erfahrungen für jeden einzelnen haben. Außerdem geht es darum, wie eine hilfreiche Unterstützung der Betroffenen aussehen kann und was zu vermeiden ist. Weiterhin werden erste Schritte und Notfallpläne im Zusammenhang mit Gewaltereignissen besprochen. Ziel des Seminars soll es sein, sich mit solchen Vorfällen auseinanderzusetzen und sich, so gut es geht, vorzubereiten. Ohne gute Vorbereitung ist die Gefahr groß, daß sich die akute Erfahrung von Ohnmacht und Angst fortsetzt und neuer Gewalt Boden bereitet. In diesem Sinn soll die Veranstaltung als ein Betrag zur Gewaltprävention verstanden werden.

 

Di: 17.04.2012, 09:30 bis 15:30 Uhr

Basale Stimulation – basale Kommunikation  Ein kombiniertes Konzept für den Umgang mit Menschen mit schwerster Mehrfachbehinderung

Referentin: Frau Ute Roegener, Lehrerin
Kosten: 65,- €

Manchmal erleben wir in der Assistenz von schwerst mehrfach behinderten Menschen Verhaltensweisen, die wir kaum verstehen, die uns sogar an die Grenzen unserer Belastbarkeit führen. Es fällt schwer, dann noch empathisch zu bleiben und professionell zu handeln. Wenn wir unseren Klienten auf der Ebene begegnen wollen, auf der sie uns begegnen, ist es hilfreich, Verständnis für ihre Wahrnehmungs-, Kommunikations- und emotionalen Verarbeitungsmöglichkeiten zu entwickeln. Die Fortbildung gibt einen Einblick in die Wahrnehmungswelt und die Kommunikationsformen der schwerst mehrfach behinderten Menschen und erweitert durch ein tieferes Verständnis der emotionalen Befindlichkeit das Handlungsrepertoire von Assistenten. Wie funktioniert die Wahrnehmung bzw. Sinnenswahrnehmung überhaupt? Wie drückt ein schwerst mehrfach behinderter Mensch aus, wenn er sich unwohl fühlt oder Angst hat? Die Fortbildung ermöglicht ein besseres Verständnis dieser Themenbereiche durch theoretischen Input und Selbsterfahrungsanteile, so dass die Teilnehmer sensibilisiert werden für diese besondere Form der Beziehungsgestaltung.

 

Di:  24.04.2012, 09:00 bis 16:30 Uhr

Epilepsie für Anfänger
Vermittlung von Grundlagen über Epilepsie bei Menschen mit geistiger Behinderung

Referentin: Frau Dipl. Psych. Vivian Keim
Kosten: 90,- €

Epilepsie steht für eine Vielzahl von Anfallserkrankungen mit unterschiedlichen Erscheinungsformen, Ursachen und Auslösern. Bei Menschen mit geistiger Behinderung kommen sie wesentlich häufiger vor als bei Nichtbehinderten – und hängen nicht selten mit psychischen Störungen zusammen. In dieser Fortbildung sollen die wesentlichen Anfallsarten differenziert und betrachtet  werden – auch um das subjektive Erleben der Betroffenen nachzuvollziehen. Basierend darauf und auf dem theoretischen Verstehen werden sinnvolle Interventionen und notwendige Assistenzleistungen erarbeitet.
Inhalte:
Hirnphysiologische Grundlagen des Anfallsgeschehens
Differenzierung von Anfallsarten und -formen
Psychogene Anfälle
Verhalten in der Assistenz
Grundlagen antikonvulsiver Behandlung (Wirkungsweise, mögliche Nebenwirkungen)

 

Di: 08.05.2012, 09:30 bis 16:30 Uhr

 „Das Asperger Syndrom“ –  Eine Variante des Autismus

Referentin: Frau Ute Roegener, Lehrerin
Kosten: 80,- €

Menschen mit Asperger Syndrom werden oftmals mit besonderen Schwierigkeiten in ihrem Leben konfrontiert. Einerseits verfügen sie über ausgeprägte Begabungen bis hin zum Genie – sie sind Experten in einem Spezialgebiet. Andererseits fehlt aber den meisten die Fähigkeit, soziale Kontakte, Beziehungen mit anderen Menschen einzugehen – sie werden zu Außenseitern. Diese Diskrepanz führt zu Problemlagen mit unterschiedlicher individueller Ausprägung. Die Fortbildung widmet sich inhaltlich den spezifischen Eigenheiten und besonderen Entwicklungsanforderungen des AS. Es werden Problemlösungsansätze hinsichtlich verschiedener Bezugssysteme vorgestellt, die Anregungen für eine angemessene individuelle Begleitung und Unterstützung in den jeweiligen Praxisfeldern bieten. Fallbeispiele und Fragestellungen aus der Praxis sind wünschenswert.

 

Mi: 23.05.2012, 09:00 bis 16:30 Uhr

Seelische Traumata und ihre Folgen bei Menschen mit geistiger Behinderung

Referentin: Frau Dipl. Psych. Bettina Saathoff
Kosten: 90,- €

Behinderte Menschen sind besonders oft Erfahrungen ausgesetzt, die seelisch schwer verletzend wirken können und dann entsprechende  Folgen haben. In diesem Seminar stehen folgende Themen im Vordergrund: Was versteht man unter einem seelischen Trauma und welche Auswirkungen hat es für die Betroffenen?  Wie äußern sich Traumafolgen bei geistig behinderten Menschen? Wie kann eine angemessene Begleitung traumatisierter geistig behinderter Menschen gestaltet werden? Das Seminar versteht sich als Annäherung und Überblick über das Thema. Fragen, Erfahrungen und Berichte aus der Praxis sind willkommen.

 

und hier finden Sie das Formular, mit dem Sie sich bitte schriftlich anmelden!

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