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Unsere neuen Projekte

 
Entwicklung des Heimes in Cadea in ein humanes Wohn- und Arbeitsangebot

Das Heim in Cadea, das unser Trägerverein vor Ort, die „Asociatia romana  germana Alsterdorf“ 2014 übernommen hat, war seinerzeit eines der herkömmlichen Abschiebeheime für junge Erwachsene mit Behinderung. Heute leben hier die ehemaligen Heimbewohner in kleineren Wohneinheiten zu jeweils vier bis acht Bewohnern.  Sie arbeiten in den verschiedenen Werkstätten, die nicht nur sinnvolle Arbeit ermöglichen, sondern auch Güter produzieren, die auf dem Markt verkauft werden können. Im Dorf haben wir eine Werkstatt und ein Kulturhaus aufgebaut, in dem es eine Holzwerksatt, eine Besenbinderei und eine Kreativwerkstatt gibt und das gelichzietig als Treffpunkt der Dorfbevölkerung dient. Auf dem Heimgelände gibt es eine Schneiderei und eine Küche, in der auch Essen auf Rädern produziert wird. Um das Heimgelände herum haben wir eine Landwirtschaft mit Viehzucht und Gewächshäusern aufgebaut. In all diesen Bereichen arbeiten Menschen mit Behinderung erfolgreich mit.

Haben wir früher innerhalb der Institutionen gearbeitet, um diese zu verbessern, dann außerhalb der Institutionen, um Alternativen des Wohnens und Arbeitens aufzubauen, so ist dies jetzt das erste Mal, dass wir eines der alten Heime selbst übernommen haben, um es von innen her in einer bessere und menschlichere Struktur umzuwandeln. Das ist uns ein gutes Stück gelungen, wir sind aber noch lange nicht fertig damit.

 

Aufbau eines Zentrums der Begegnung in Oradea

Ab Juli 2018 bauen wir im Stadtteil Josia, einer Hochhaussiedlung am Rande von Oradea, einen Treffpunkt auf, in dem sich die meist älteren Menschen des Stadtteils treffen können und Menschen mit Behinderung unter fachlicher Anleitung lernen, kleine alltagsnahe Dienstleistungen zu erbringen. Dazu gehören unter anderem das Bereiten und Servieren von kleinen Speisen und Getränken, die Unterstützung der alten Menschen durch  Wegebegleitung zum Arzt oder Einkaufen, sowie die Pflege der umgebenden Grünanlagen. Die Menschen mit Behinderung werden durch dieses „learning by doing“  auf Arbeitsplätze auf dem ersten Arbeitsmarkt vorbereitet.