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Unsere neuen Projekte

 
Ausbildung zum Alltagsbegleiter in der Altenhilfe

15 junge Menschen mit Behinderung werden mit der Unterstützung der „Aktion Mensch“ derzeit in Oradea zum Alltagsbegleiter in der Altenhilfe ausgebildet. Es handelt sich um junge Menschen, die bisher entweder keine Arbeit gefunden haben oder auf ihren bisherigen Stellen, die sie im Rahmen unseres Teilprojekts der assistierten Arbeitsplätze für Menschen mit Behinderung erhalten haben unzufrieden waren. „Ich will etwas mit Menschen machen“, haben uns immer wieder einige gesagt. Sie waren zwar  erfolgreich auf den ersten Arbeitsmarkt vermittelt, hatten dort aber einen Arbeitsplatz im industriellen Fertigungsbereich oder im Putz- oder Hausmeisterdienst. Alltagsbegleiter in der Altenhilfe unterstützen alte Menschen in hauswirtschaftlichen Dingen, bei der Mobilität und führen Gespräche oder begleiten Freizeitaktivitäten. Sie tun – auch in Deutschland – all das, was ein professioneller Pflegedienst nicht leisten kann. Die Not der alten Menschen in Rumänien ist besonders groß. Deshalb hilft unser Projekt „Ausbildung zum Alltagsbegleiter in der Altenhilfe“ sowohl den alten Menschen wie auch den auszubildenden Menschen mit Behinderung, die damit eine sinnerfüllende Arbeitsperspektive erhalten.

 

Übernahme eines Heims für Menschen mit Behinderung in die freie Trägerschaft

Das Heim in Cadea, das unser Trägerverein vor Ort, die „Asociatia romana  germana Alsterdorf“ in eigener Trägerschaft übernehmen will, ist eines der herkömmlichen Abschiebeheime für junge Erwachsene mit Behinderung. Sie leben hier bewacht rund um die Uhr, schlecht versorgt und ohne Perspektive. Dabei wollen die meisten arbeiten und ein normales Leben führen. Die Übernahme in unsere  Trägerschaft heißt, dass wir in Zukunft ohne große bürokratische Hemmnisse, Werkstätten in Cadea aufbauen können, die nicht nur sinnvolle Arbeit ermöglichen, sondern auch Güter produzieren, die auf dem Markt verkauft werden können. Geplant sind eine Schneiderei und eine Holzwerkstatt. Die Quartiere wollen wir Stück für Stück verbessern. Außerhalb des Heims wollen wir  zusätzlichen Wohnraum schaffen, so dass die Enge innerhalb des Heims Schritt für Schritt beseitigt werden kann und ein Wohnen in familiengroßen Gruppen möglich wird. 

Haben wir früher innerhalb der Institutionen gearbeitet, um diese zu verbessern, dann außerhalb der Institutionen, um Alternativen des Wohnens und Arbeitens aufzubauen, so ist dies jetzt das erste Mal, dass wir eines der alten Heime selbst übernehmen, um es von innen her in einer bessere und menschlichere Struktur umzuwandeln.