Hauptspalte

Fortbildungen für Mitarbeitende im Sozial- und Gesundheitsbereich

Fortbildungen im 1. Halbjahr 2017
Ort: Beratungszentrum Alsterdorf, Paul-Stritter-Weg 7, 3. OG und Alsterdorfer Markt 8, 2. OG, 22297 Hamburg

 

 

„DOKI – Dialog Orientierte Körperliche Intervention“

Referent: Carlos Escalera, Dipl.Päd.
Kosten: 180 €

DOKI ist ein Interventionskonzept zur Herstellung von Sicherheit und zur Minimierung von Verletzungen sowie zur Kommunikationsgestaltung in zwischenmenschlichen Konfliktsituationen, insbesondere in Fällen grenzüberschreitenden Verhaltens.

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Wir freuen uns, Interessierten demnächst einen käuflich zu erwerbenden Film
anbieten zu können, der über uns zu bestellen sein wird.
Einen Ausschnitt finden Sie hier

Dienstag, 07.02.2017, 09:00 bis 17:00 Uhr

Krisen- und Nachsorgemanagement für Opfer von Gewalt in der Eingliederungshilfe-

Hilfen für Multiplikatoren, Leitungskräfte und Kollegen von Gewaltopfern

Referent:  Jens Wittpennig, Dipl. Psych., Dipl. Soz.päd.
Kosten: 90 €

Im Rahmen professioneller Unterstützung ist die Nachsorge von Personen, die Opfer von Aggression und Gewalt geworden sind essentiell. Opfer können sowohl Mitarbeiter von Organisationen als auch deren Nutzer werden. Im Bereich der Nachsorge gibt es zwischen diesen beiden Personengruppen entscheidende Unterschiede.
Die Nachsorge von Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen, die Opfer von Aggression und Gewalt wurden, sollte Teil des betrieblichen Gesundheitsmanagements sein. Die Praxis zeigt jedoch häufig, dass Institutionen mit ihren Mitarbeitern allzu oft sehr schlecht umgehen und ihrer Fürsorgepflicht gegenüber ihren Mitarbeitern oder Nutzern nicht gerecht werden. Die Folgen sind für die Betroffenen oft dramatisch. Aus akuten Belastungsreaktionen können sich nicht selten bei fehlender Nachsorge häufig posttraumatische Belastungsreaktionen entwickeln, die für die Betroffenen und ihre Angehörigen als sehr belastend erlebt werden. Auch die sekundären Folgen für die Nutzer sind problematisch, da ein Mitarbeiter der Opfer von Aggression und Gewalt wurde und sich aufgrund fehlender oder mangelhafter Nachsorge unsicher oder ängstlich fühlt in einer erneuten Krisensituation häufig nicht fachlich professionell verhalten kann. Auch aus unternehmerischer Sicht macht eine entsprechende Nachsorge Sinn. Betrachtet man die Folgekosten durch Krankheit, Burnout, Versetzung und beruflicher Wiedereingliederung, so sind diese enorm. Fehlende Nachsorge wirkt sich auch auf die Kooperation und Kommunikation im Team aus und vergiftet nicht selten auch das gesamte Teamklima. Gute Gründe sich mit einem akuten Krisenmanagement im Bereich der Nachsorge auseinanderzusetzen.

Inhalte der Fortbildung:
- Akute und posttraumatische Belastungsreaktion als Folge von Gewalt
- Verfahrensablauf bei psychischen und physischen Verletzungen
- Elemente einer gelingenden Nachsorge
   - Erste Hilfe
   - Dokumentation
   - Polizeiliche Anzeige - Ja oder Nein
   - Auffanggespräch unter Kollegen
   - Täter-Opfer-Ausgleich
   - Therapeutische Nachsorge
   - Nachbesprechung im Team

Der Fokus dieser Fortbildung liegt in der Durchführung konkreter Auffanggespräche seitens eines nicht betroffenen Kollegen oder durch den Vorgesetzten. Hierzu wird mit Rollenspielen und Videofeedback gearbeitet.

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Dienstag 28.02.2017, 09:30 bis 16:30 Uhr

"Autismus braucht eine Antwort" - Verstehen von und Umgang mit autistischen Menschen

Referentin: Ute Roegener, Lehrerin
Kosten: 90 €

Menschen mit Autismus haben besondere Schwierigkeiten, mit ihrer Umgebung in Kontakt zu treten. Manchmal wirkt es so, als habe sich der autistisch erlebende Mensch ganz von uns zurückgezogen. Das macht es schwer, ihn professionell in der Assistenz zu begleiten. In dieser Fortbildung soll es darum gehen, ein besseres Verständnis für die spezifischen Belange und Bedürfnisse von Menschen mit Autismus zu entwickeln und passende Begleitungsmöglichkeiten zu finden. Was ist Autismus überhaupt? Welche Antwort(en) gibt es?
 
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Dienstags, 21.03., 11.04., 16.05. und 13.06.2017 jeweils von 09.30 - 17.00 Uhr

Psychische Störungen bei Menschen mit geistiger Behinderung

4 Module in einem Paket
Referentin: Vivan Keim, Dipl. Psych.
Kosten: 360 €

Psychische Störungen bei Menschen mit geistiger Behinderung stellen für Mitarbeitende in der Assistenz immer wieder eine Herausforderung, nicht selten auch eine Belastung dar, und erfordern solide Kenntnisse.

Mit diesem Fortbildungspaket wird Ihnen praxisorientiertes Wissen zu ausgewählten Schwerpunkten angeboten. Nach einer Einführung in die Thematik,  in der Grundlagen bearbeitet werden (welches Verhalten ist vor dem Hintergrund der geistigen Behinderung zu verstehen, was entspricht einer psychischen Störung?), wird auf die Störungsbilder Schizophrenie, Depression und Borderline-Persönlichkeitsstörung eingegangen.

Die Arbeit in und mit einer fortlaufenden Gruppe ermöglicht einen kontinuierlichen Erfahrungsaustausch und eine gute Transferleistung zwischen Praxis und Theorie.  
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Mittwoch, 29.03.2017, 09:00 bis 16:30 Uhr

Angst und Angststörungen

Referentin: Silke Mohr, Dipl. Psych.
Kosten: 95 €

Angst ist lebensnotwendig. Welche Funktionen erfüllt sie und ab wann sprechen wir von einer Angststörung? Was für eine Bedeutung haben sie bei Menschen mit geistiger Behinderung?

In diesem Seminar werden wir uns damit beschäftigen, welche Formen der Angst es gibt und wie unterschiedliche psychodynamische Modelle die Entstehung von Angststörungen erklären. Unterschiedliche Behandlungs- und Umgangsmöglichkeiten werden vorgestellt. Fallbeispiele aus der praktischen Arbeit sind ausdrücklich erwünscht. Überlegungen für den Arbeitsalltag sollen abgeleitet und diskutiert werden.

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Dienstag, 11.04.2017, 09:30 bis 16:30 Uhr

"Das Asperger Syndrom" - Eine Variante des Autismus

Referentin:  Ute Roegener, Lehrerin
Kosten: 90 €

Menschen mit Asperger Syndrom werden oftmals mit besonderen Schwierigkeiten in ihrem Leben konfrontiert. Einerseits verfügen sie über ausgeprägte Begabungen bis hin zum Genie – sie sind Experten in einem Spezialgebiet. Andererseits fehlt aber den meisten die Fähigkeit, soziale Kontakte, Beziehungen mit anderen Menschen einzugehen – sie werden zu Außenseitern. Diese Diskrepanz führt zu Problemlagen mit unterschiedlicher individueller Ausprägung. Die Fortbildung widmet sich inhaltlich den spezifischen Eigenheiten und besonderen Entwicklungsanforderungen des AS. Es werden Problemlösungsansätze hinsichtlich verschiedener Bezugssysteme vorgestellt, die Anregungen für eine angemessene individuelle Begleitung und Unterstützung in den jeweiligen Praxisfeldern bieten. Fallbeispiele und Fragestellungen aus der Praxis sind wünschenswert. 
 
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Mittwoch, 17.05.2015, 09:00 bis 16:30 Uhr

Bipolare Störungen

Referentin:  Silke Mohr, Dipl. Psych.
Kosten: 90 €

Himmel hoch jauchzend – zu Tode betrübt? Ab wann sprechen wir von einer bipolaren Störung? Manie und Depression sind ihre extremen Pole. Woran erkennen wir sie bei Menschen mit geistiger Behinderung und was sind ihre wichtigsten Merkmale? Erste Handlungsschritte und Ideen für den Arbeitsalltag werden ausgetauscht, besprochen und diskutiert. Fallbeispiele sind erwünscht und willkommen.

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Fortbildungen, ohne Vorgabe von Terminen, die Sie bei uns buchen können:

Buchung über das Geschäftszimmer des Beratungszentrums

Ort und Zeit nach Wahl
Preise: freie Vereinbarung mit den Dozenten
Orientierung: 400,- € bis   500.- € halbtags, 800,- € bis 1.000,-€ ganztags

 
 

Basale Stimulation - basale Kommunikation

Ein kombiniertes Konzept für den Umgang mit Menschen mit schwerster Mehrfachbehinderung
Referentin: Ute Roegener, Lehrerin

Manchmal erleben wir in der Assistenz von schwerst mehrfach behinderten Menschen Verhaltensweisen, die wir kaum verstehen, die uns sogar an die Grenzen unserer Belastbarkeit führen. Es fällt schwer, dann noch empathisch zu bleiben und professionell zu handeln. Wenn wir unseren Klienten auf der Ebene begegnen wollen, auf der sie uns begegnen, ist es hilfreich, Verständnis für ihre Wahrnehmungs-, Kommunikations- und emotionalen Verarbeitungsmöglichkeiten zu entwickeln. Die Fortbildung gibt einen Einblick in die Wahrnehmungswelt und die Kommunikationsformen der schwerst-mehrfach behinderten Menschen und erweitert durch ein tieferes Verständnis der emotionalen Befindlichkeit das Handlungsrepertoire von Assistenten. Wie funktioniert die Wahrnehmung bzw. Sinneswahrnehmung überhaupt? Wie drückt ein schwerst-mehrfach behinderter Mensch aus, wenn er sich unwohl fühlt oder Angst hat? Die Fortbildung ermöglicht ein besseres Verständnis dieser Themenbereiche durch theoretischen Input und Selbsterfahrungsanteile, so dass die Teilnehmer sensibilisiert werden für diese besondere Form der Beziehungsgestaltung.

Psychische Störungen bei Menschen mit geistiger Behinderung

Grundlagenseminar

Menschen mit geistiger Behinderung haben ein erhöhtes Risiko psychische Störungen zu entwickeln. Dieses Seminar bietet eine Einführung in die Thematik. Es geht darum, psychische Störungen zu erkennen und zu verstehen. Voraussetzung dafür ist eine adäquate Einschätzung des jeweiligen kognitiven und sozial-emotionalen Entwicklungsstandes des geistig behinderten Menschen.
Ziel ist es, besser unterscheiden zu können, was eine psychische Störung ist, und welches Verhalten Ausdruck der jeweiligen Entwicklungsstufe ist. Des Weiteren soll es darum gehen, belastende Erfahrungen in Vergangenheit und Gegenwart zu erkennen und im Zusammenhang mit aktuellen psychischen Problemen zu sehen. Zusätzlich zur Informationsvermittlung soll das Erlernte anhand von Fallgeschichten vertieft werden.
Da es darum geht, im Umgang mit den betroffenen Menschen handlungsfähig zu bleiben, ist ein wesentlicher Bestandteil der Fortbildung, die Reflexion des eigenen Handelns, eine angemessene Beziehungsgestaltung und der Umgang mit Krisen. Eigene Erfahrungen und Fragen aus der beruflichen Praxis sind erwünscht und willkommen.

Seelische Traumata und ihre Folgen bei Menschen mit geistiger Behinderung

Referentin: Bettina Saathoff, Dipl. Psych.

Behinderte Menschen sind besonders oft Erfahrungen ausgesetzt, die seelisch schwer verletzend wirken können und dann entsprechende Folgen haben.
In diesem Seminar stehen folgende Themen im Vordergrund:
Was versteht man unter einem seelischen Trauma und welche Auswirkungen hat es für die Betroffenen?
Wie äußern sich Traumafolgen bei geistig behinderten Menschen?
Wie kann eine angemessene Begleitung traumatisierter geistig behinderter Menschen gestaltet werden?
Das Seminar versteht sich als Annäherung und Überblick über das Thema.
Fragen, Erfahrungen und Berichte aus der Praxis sind willkommen.

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter als Opfer von Aggression und Gewalt

Referentin: Bettina Saathoff, Dipl. Psych.

Bei uns kann so etwas nicht passieren! Das muss man aushalten können! Selbst schuld!
Wirklich...?
In dieser Veranstaltung soll das Hauptaugenmerk darauf gelegt werden, was passiert, wenn Mitarbeiterinnen während ihrer Arbeit durch Aggression und Gewalt zu Schaden kommen.
Gewalterfahrungen rufen massive Gefühle von Angst und Ohnmacht hervor, sowohl bei den direkten Opfern, als auch bei den anderen Anwesenden.
Es geht darum zu erkennen und auch anzuerkennen, welche persönlichen Folgen solche Erfahrungen für jeden einzelnen haben. Außerdem geht es darum, wie eine hilfreiche Unterstützung der Betroffenen aussehen kann und was zu vermeiden ist.
Weiterhin werden erste Schritte und Notfallpläne im Zusammenhang mit Gewaltereignissen besprochen. Ziel des Seminars soll es sein, sich mit solchen Vorfällen auseinander zusetzen und sich, so gut es geht, vorzubereiten. Ohne gute Vorbereitung ist die Gefahr groß, dass sich die akute Erfahrung von Ohnmacht und Angst fortsetzt und neuer Gewalt Boden bereitet. In diesem Sinn soll die Veranstaltung als ein Beitrag zur Gewaltprävention verstanden werden.
Das Seminar dient der Begleitung und dem besseren Verständnis von durch Gewalt Betroffenen.
Für KollegInnen mit akuten, kürzlich zurückliegenden Gewalterfahrungen sind Einzelgespräche geeigneter.

Sexualität bei Menschen mit geistiger Behinderung –
behinderter Sex?

Ein Seminar für Mitarbeitende
Referentin: Vivian Keim, Dipl. Psych.

Sexualität und Partnerschaft sind ein selbstverständlicher Bestandteil des Lebens – auch für Menschen mit Intelligenzminderung. In diesem Fortbildungsangebot werden zunächst entwicklungspsychologische Grundlagen mit Schwerpunkt auf Entwicklung von Sexualität vermittelt, um dann die Fragen des Umgangs in den unterschiedlichen Arbeitsfeldern aufzugreifen und zu diskutieren. Dabei soll es sowohl um grundsätzliche Fragen (Partnerschaft, Kinderwunsch, Verhütung, Aids, Homosexualität…) als auch um konkrete Praxisbeispiele der TeilnehmerInnen gehen. Hier soll gemeinsam versucht werden, das Verhalten von Menschen hinsichtlich der sexuellen Bedürfnisse zu verstehen – und daraus Konsequenzen für die pädagogische Arbeit abzuleiten. Vor diesem Hintergrund soll auch als Grenzüberschreitung erlebtes Verhalten betrachtet und verstanden werden.

Schwierige Gespräche erfolgreich führen

Referent: Jens Wittpennig, Dipl.Psych

Jeder kennt die Situation: ein schwieriges Gespräch steht bevor und allein der Gedanke daran sorgt für Magenschmerzen, Herzrasen und/oder feuchte Hände. Eltern-, Angehörigen-, Beratungs- und Kritik- gespräche, Leistungsbeurteilungen und erst recht Aussprachen über Konflikte bedingen eine sorgfältige Vorbereitung. Darüber hinaus erfordern sie Feingefühl für die Situation und Wachsamkeit für Zwischen- töne. In dieser Fortbildung geht es darum, wie Mitarbeiter, Teamleiter und Führungskräfte schwierige Gespräche mit einem, zwei oder mehreren Gesprächspartnern konstruktiv gestalten können. Hierzu werden grundlegende Modelle der menschlichen Kommunikation, Moderation und Gesprächsführung in unterschiedlichen Gesprächssituationen vermittelt und anhand eigener Fallbeispiele aus der Praxis der Teilnehmer geübt und reflektiert. Die Fortbildung richtet sich grundsätzlich an alle Beschäftigten der Evangelischen Stiftung Alsterdorf, sowie anderen Einrichtungen der Behindertenhilfe u.ä.

Aggression steuern – gegen Gewalt handeln

Referent: Carlos Escalera, Dipl. Päd.

Ziele: Reflektion und Training zur Optimierung des Umgangs mit der eigenen und mit der fremden Angst, Wut und Aggression. Erhöhung der Sicherheit, Förderung der Gesundheit und Verbesserung des Dialogs zwischen Klienten und Professionellen. Austausch, Fortbildung und Training: Die Fortbildung wird als Austauschforum für betroffene und interessierte MitarbeiterInnen organisiert, moderiert und geleitet. Die Kollegen aus den unterschiedlichen Disziplinen werden die Zeit und den Raum bekommen, um über Wirkungen und Interventionen der bzw. bei Gewalt zu sprechen. Die Austauschprozesse der zwischen menschlichen Aggressivität werden reflektiert und somit kognitiv bearbeitet. Sie werden aber auch inszeniert und  trainiert, so dass man die emotionale und körperliche Dimension wahrgenommen, respektiert und gesteuert werden kann.

Lust, Sexualität, Partnerschaft und Liebe

ein Aufklärungsseminar für Menschen mit Behinderung und deren BegleiterInnen
Referent: Carlos Escalera, Dipl. Päd.

Demenz und Selbstbestimmung bei Menschen
mit geistiger Behinderung

Referent: Dr. Michael Wunder, Dipl. Psych.

Demenz wird weithin mit Leid gleichgesetzt, mit  Bedrohung und Ende der Selbstbestimmung. Was ist Demenz? Wie entwickelt sich Demenz? Wie zeigt sich Demenz insbesondere bei Menschen mit geistiger Behinderung? Bedeutet Demenz wirklich das Ende der Selbstbestimmung? Neuere Erkenntnisse in der Forschung und Praxis zeigen, dass selbst fortgeschritten an Demenz erkrankte Menschen noch über eine Teilautonomie verfügen und bei entsprechender Kommunikations- und Umgebungsgestaltung noch in vieler Hinsicht Teile ihres Lebens gestalten und Verantwortung übernehmen können. Was bedeuten diese neuen Erkenntnisse und das sich langsam entwickelnde neues Verständnis von Demenz für den Umgang mit Menschen mit geistiger Behinderung, die an Demenz erkrankt sind? Neben den theoretischen und diagnostischen Grundlagen, sollen die Fragen der Praxis breiten Raum haben.

Palliative Care – Umgang mit Tod und Sterben
bei Menschen mit Behinderung

Referent: Dr. Michael Wunder, Dipl. Psych.

Im Geborenwerden und im Sterben sind wir alle gleich, ob behindert oder nicht. Wir brauchen hierfür keine Extras. Dennoch sollte alles Wissen der Behindertenhilfe und der Hospizarbeit genutzt werden, um die Bedingungen des Älterwerdens und des Sterbens von Menschen mit Behinderung an ihrem jeweiligen Wohnort zu verbessern. Was heißt „Sterben zu Hause“ für Menschen mit Behinderung? Was ist Sterbebegleitung, was ist Sterbehilfe? Welchen Stellenwert haben Patientenverfügungen? Was brauche ich zur Begleitung schwer kranker und sterbender Menschen? Wie kann ich die Methode der Lebensbilanzarbeit nutzen? Wie rede ich über Tod und Sterben? Wie gehe ich mit Trauer um? Was bieten Palliativmedizin und Hospizversorgung? Wie können diese Erfahrungen in die Arbeit der Behindertenhilfe integriert werden?