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Anerkennung der Opfer von Gewalt und Unrecht 1949 – 1975

Zahlreiche Menschen mit Behinderung haben in den Einrichtungen der Behindertenhilfe und der Kinder- und Jugendpsychiatrie in den 1950er – 1970er Jahren viel Leid und Unrecht erlebt: körperliche Züchtigungen, sexuelle Übergriffe, Isolierung, Fixierung, Bestrafung mittels Essensentzug oder Schlafentzug, Demütigungen, Medikation zur Ruhigstellung. Die neue Stiftung „Anerkennung und Hilfe“ der Bundesregierung, der Kirchen und der Bundesländer hat das Ziel, dieses Leid und Unrecht öffentlich anzuerkennen, die damaligen Geschehnisse wissenschaftlich weiter aufzuarbeiten und die Betroffenen bei der Bewältigung der Folgewirkungen zu unterstützen.

Die Unterstützungsleistungen bestehen aus einem einmaligen Pauschalbetrag in Höhe von 9.000 € zum selbstbestimmten Einsatz. Zusätzlich erhalten Opfer, die gearbeitet haben und für die keine Sozialversicherungsbeiträge entrichtet wurden, abhängig von der Arbeitsdauer eine Einmalzahlung von 3.000 € bis 5.000 €.

Menschen, die in Hamburg wohnen und Leid und Unrecht in den Einrichtungen der Behindertenhilfe und der Kinder- und Jugendpsychiatrie in den 1950er – 1970er Jahren erfahren haben, können einen Antrag stellen bei:

Anlauf- und Beratungsstelle im Versorgungsamt Hamburg
Adolph-Schönfelder-Straße 5
22083 Hamburg
Telefon 040.115
stiftung-anerkennung-hilfe@remove-this.basfi.hamburg.de

 

Die gemeinsame Auftaktveranstaltung der Evangelischen Stiftung Alsterdorf und der Behörde für Arbeit, Soziales, Familie und Integration der Freien und Hansestadt Hamburg fand am 20. März 2017 unter dem Titel „Die haben uns behandelt wie Gefangene“ in der Kulturküche Alsterdorf statt.

Die Vorträge, die auf diesen Veranstaltungen gehalten wurden, finden Sie auf dieser Seite.

 

Vorträge vom 20. März 2017

 

Weitere Informationen: www.stiftung-anerkennung-hilfe.de